IMG_1059.JPG Foto: T. Keller / DRK-KV Lahr Notfalldarstellung

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Notfalldarstellung

Ansprechpartner

Tobias Keller

Tel: 07822/448352

Mobil: 0151/18405669

nd(at)drk-lahr.de

Notfalldarstellung

Die Notfalldarstellung hat die Aufgabe, Notfallgeschehen möglichst realitätsnah wiederzugeben.

Allgemein kann man sagen, dass die Notfalldarstellung aus den folgenden drei Bereichen besteht, die nur in Kombination ein Gesamtbild ergeben:

 

  • Schminken
  • Darstellen
  • Situationsaufbau

 

Realitätsnah bedeutet hier, das Geschehen so zu gestalten, wie es sich im Alltag auch ereignen könnte und dabei die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

Warum Notfalldarstellung ?

Da sich der Lernerfolg durch praktische Übungen nachweislich verbessert, wird das realistische Darstellen von Unfall- und Notfallsituationen bereits seit langer Zeit als sehr hilfreiches Mittel zur Vorbereitung der Helfer*innen und Verbesserung von deren psychischer Belastbarkeit genutzt.

 

Aufgabe der Notfalldarstellung ist es, Unfälle möglichst wirklichkeitsgetreu zu schminken und das Verhalten verletzter Personen nachzuahmen.

Die späteren Ersthelfer*innen können dann Notfallsituationen unter realistischen Bedingungen kennen lernen und richtiges Verhalten trainieren. Außerdem tragen diese Übungen dazu bei, Angst vor Blut, Verletzungen und Schmerzreaktionen abzubauen und erleichtern es den Lernenden, sich in die Situation des Verletzten hineinzuversetzen. Wer unter solchen Bedingungen Erste Hilfe übt, bekommt in der Realität seltener weichen Knie.

EINSATZGEBIETE / SERVICELEISTUNGEN

 

Einsatzgebiet

Längst ist die Notfalldarstellung ein unverzichtbarer Bestandteil der Rotkreuzarbeit geworden.

Dabei richtet sich das Training mit Notfalldarstellern sowohl an Laien (z. B. in der Breitenausbildung) als auch an Profis (beispielsweise Rettungsdienst, Feuerwehren usw.).

Da sich Lernerfolge durch praktische Übungen nachweislich verbessern lassen wird die Notfalldarstellung gerne in u.a. folgenden Bereichen eingesetzt.

 

  • Erste-Hilfe-Ausbildung
  • Sanitätsausbildung
  • Rettungsdienstausbildung
  • Fortbildungen unterschiedlicher Thematik
  • Übungen des Katastrophenschutzes (inkl. psychosozialer Notfallversorgung und Betreuungsdienst)
  • Übungen bei den Hilfsorganisationen (z.B. Rettungsdienst, Feuerwehr, THW …)
  • Wettbewerbe
  • Schminkaktionen im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen

 

Serviceleistung

  • Schminken
  • Mimen
  • Übungsbeobachtung
  • Übungsplanung / Unterstützung
  • Feuersimulation mit LED-Technik (auf Wunsch auch mit Pyrotechnik möglich)
  • Verrauchung (mit Nebelmaschine)
  • Sonderwünsche (werden auch beachtet)
  • Aufgaben der Notfalldarstellung

    Mit Hilfe der Notfalldarstellung lassen sich gleich mehrere Ziele erreichen:

     

    Helfende werden trainiert, Verletzungen und Erkrankungen zu erkennen

    Das Einschätzen von Gefahrensituationen wird verbessert

    Die Hilfeleistung wird unter wirklichkeitsnahem Verhalten des Betroffenen trainiert

    Gruppen trainieren Teamwork

    Die Helfenden werden besser auf den Ernstfall vorbereitet

    Es kommt zum Abbau von Berührungsängsten bei den Helfenden

    Durchführende der Aus- oder Fortbildung können die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Helfenden besser einschätzen

  • Aufgabenfelder der Notfalldarstellung

    Der Verletzendarsteller (Mime)

    • Durch den Darstellenden wird die Übung glaubwürdiger und realer
    • Durch Darstellung des Krankheitsbildes in Kombination mit der Schminke wirkt es wie als wäre es ein realer Fall
    • Durch das Reagieren auf den Helfer lernt er den realen und detaillierten Ablauf der Behandlung kennen
    • Es wird der Erste-Hilfe-Lehrgang vorausgesetzt
    • Es werden auch spezielle Darstellerschulungen und Trainings angeboten.

     

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    Der Schminker

    • Sorgt für die richtige Außenwirkung.
    • Fast alles ist möglich! 
    • Durch die Schminke lernen die Helfer Erkrankungen besser zu erkennen
    • Um als Schminker an einer Übung teilzunehmen, braucht Ihr mindestens einen Erste-Hilfe-Lehrgang und eine Ausbildung zum Schminker.
    • Ausbildungen werden vom Jugendrotkreuz regelmäßig angeboten.

     

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    Übungsbeobachter

    • sorgt in der laufenden Übung für die Sicherheit der Verletzendarsteller. 
    • Sollte einmal ein Verletzendarsteller in Not geraten, greift der Übungsbeobachter in die Übung ein.
    • Um als Übungsbeobachter eine Übung zu begleiten, gelten die Voraussetzungen für den Schminker sowie ausreichend Erfahrung als Darsteller.

     

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    ND-Einsatzleiter

     

    • plant er den Übungsablauf mit den Führungskräften der Hilfsorganisationen 
    • Er stimmt die Übung und die Verletzungsmuster auf das Gelände und die Wünsche der Übungsleitung ab. 
    • Der ND-Einsatzleiter achtet auf die Einhaltung wichtiger Punkte, wie z.B. die Sicherheit der Mimen, die Versorgung mit Getränken und Speisen.
    •  Transport und die Unterbringung der Teilnehmer vorab festgelegt. 
    • gehört zur Übungsleitung
    • überwacht die laufende Übung 
    • steht im engen Kontakt mit den Führungskräften der Hilfsorganisation und den Übungsbeobachtern.
    • Man braucht erweiterte Kenntnisse in der Ersten Hilfe (San-Ausbildung) und eine Ausbildung zum ND-Einsatzleiter über das Jugendrotkreuz.
    •  Die vorherige Teilnahme an den Ausbildungen zum Schminker und Darsteller sowie viel Erfahrung sind von Vorteil. 
    • Sollte sich in den Strukturen der Hilfsorganisationen und deren Abläufen auskennen.

     

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  • Ausbildung / Lehrgänger in der Notfalldarstllung

    Die Ausbildungen werden durch das JRK durchgeführt.

    Deshalb bildet das Jugendrotkreuz die Notfalldarstellung aus, die bei verschiedenen Veranstaltungen als Mimen oder Schminker*innen im Einsatz sind. Beides kann man nicht mal eben so machen, sondern es muss richtig geübt werden. Es wird richtig Theater gespielt.

     

    • Grundlehrgang Notfalldarstellung

    Der Grundlehrgang ermöglicht es interessierten Teilnehmer*innen, die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erlernen, um im Rahmen der Notfalldarstellung bei Ausbildungen, Übungen, Wettbewerben und anderen Veranstaltungen im Bereich der Erste Hilfe, des Sanitätsdienstes und der öffentlicher Präsentationen unter Anleitung eingesetzt zu werden. Der Lehrgang beinhaltet grundlegende Aspekte der Sicherheit sowie des Schminkens und des Darstellens von Verletzungen und Erkrankungen.

     

    • Aufbaulehrgang Modul Schminken

     

    Dieser Aufbaulehrgang wiederholt und vertieft die Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Grundlehrgang im Bereich Schminken. Darüber hinaus erlernen die Teilnehmer*innen weitere Schminktechniken und erweitern den ihnen bekannten Materialumfang, um vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden. Die ausgebildeten Schminker*innen können bei Ausbildungen, Übungen, Wettbewerben bzw. Leistungsvergleichen und anderen Veranstaltungen eingesetzt werden.

     

    • Aufbaulehrgang Modul Darstellen

     

    In diesem Aufbaulehrgang wiederholen und vertiefen die Teilnehmer*innen Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Grundlehrgang im Bereich der Darstellung. Dazu erweitern sie ihre Kenntnisse und üben verschiedene Fähigkeiten, um verschiedenen Anforderungen an Darsteller*innen gerecht werden zu können. Die ausgebildeten Darsteller*innen können bei Ausbildungen, Übungen, Wettbewerben bzw. Leistungsvergleichen und anderen Veranstaltungen eingesetzt werden.

     

    • Aufbaulehrgang ND Einsatzleiter

     

    Dieser Aufbaulehrgang richtet sich an Teilnehmer*innen, welche gezielt Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben wollen, um als Leiter*innen der Notfalldarstellung bei Ausbildungen, Übungen, Wettbewerben bzw. Leistungsvergleichen und anderen Veranstaltungen eingesetzt zu werden. Dazu erlernen sie unter anderem organisatorische Aspekte der Übungsplanung und -durchführung unter Berücksichtigung der Sicherheit.

  • Schminkmaterial / Requisiten / Technik
  • Notfalldarstellung in Aktion

    Hier habe wir ein paar Eingrücke von unsere Arbeit für Euch zusammengestellt.

     

    Bilder

     

    Videos

  • Geschichte der Notfalldarstellung

    Ausgehend von Erfahrungen der Britischen Armee im zweiten Weltkrieg trugen zunächst Berufsschauspieler*innen als Mimen dazu bei, Sanitäter*innen an den Anblick von Verletzungen zu gewöhnen (1942 - 1944). Sie bildeten mit Hilfe der im Theater üblichen Schminkmaterialien Wunden nach, die bei Einsatzübungen in realitätsnahen Situationen zur Anwendung kamen. 
    In Großbritannien, Dänemark und der Schweiz wurden 1944 (in Frankreich: 1950; in Schweden: 1953) erste Unterlagen erstellt bzw. Hilfsmittel entwickelt, die sich speziell auf die möglichst naturgetreue Darstellung von Wunden beziehen bzw. hierbei Verwendung finden. 
    In der Bundesrepublik Deutschland wurden nach anfänglicher Verwendung von Verletzungs-Karten ( bis ca. 1950 ) seit etwa 1951 zunächst Moulagen in Form von Gummiattrappen angeboten, die am Körper angebunden wurden.

    1954 erschienen dann erstmals -herausgegeben vom Jugendrotkreuz- "Blätter über Realistische Unfalldarstellung". 

    Seit 1955 wurde dann vom DRK in mehreren Auflagen die Broschüre "Realistische Unfalldarstellung" (Dr. Gerlach / Stoeckel) herausgegeben, ergänzt im Jahre 1968 durch die "Arbeitsmappe Realistische Unfalldarstellung" (Körner). 

    Wegen schlechter Erfahrungen mit dem bis dahin bekannten unzulänglichen Materialangebot (Verletzungs-Karten, Moulagen) wurde 1964 der Schminkkasten "Mehlem 64" entwickelt, der nach zahlreichen Verbesserungen und Ergänzungen zwischen 1965 und 1985 bis heute gebräuchlich ist. Eine Abwandlung zu diesem Schminkkasten stellt der Schminkkoffer "Bavaria 91“ dar, der sich durch ein leicht erweitertes Material- und Zubehörangebot auszeichnet. 

    Die neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Schminksets ist der Schminkkoffer "Westfalen“. Zum Zeitpunkt der Leitfadenerstellung befand sich bereits eine kleine Ausführung dieser sehr anspruchsvollen und nicht sehr billigen Variante in der Art des Typs "Münster“ in Vorbereitung. 
    Auch im DRK der ehemaligen DDR wurde die realistische Darstellung von Unfallsituationen als ein Mittel zur Verbesserung des Aus­bildungsniveaus und der psychischen Belast­barkeit der Helfer genutzt. Die Informationen zur Verletzung waren auf Geschädigten­karten (verbale Beschreibung mit oder ohne bildliche Darstellung) zusammengefasst und später mit verschiedenen Schminkmaterialien und der ebenso wichtigen schauspielerischen Darstel­lung gegeben. Die vielen individuellen Initiati­ven von Rotkreuz Helfern erhielten Anfang der 60`er Jahre durch die Broschüre "Die realisti­sche Unfalldarstellung - Eine Anleitung für DRK-Lehrkräfte“ eine einheitliche Form. Das Schminksortiment "RU/K Sortiment DRK“ der Firma Coloran und die Dia-Reihe “Realistische Unfalldarstellung“ standen für die laut Rahmen­lehrplan 22 Stunden umfassende Ausbildung als Unterrichtsmittel zur Verfügung. 
    Eine andere Richtung erhielt die RUD im DRK der DDR mit dem Vorschlag von Herrn Werner Stammberger vom 3.11.1973 zur Herstellung von Wundmoulagen. Diese dünnen Gummiapplikationen wurden maschinell produziert und mit Hand bemalt. Sie kamen in Verbindung mit den bis dahin üblichen Schminkmaterialien zum Einsatz und sollten dazu beitragen, in kurzer Zeit mit möglichst geringem Aufwand viele Verletzte als Darsteller*innen vorzubereiten. 
    Bis 1990 wurden ca. 3000 kleinflächige und 4000 großflächige Moulagensätze produziert. 
    Vervollständigt wurde die Unterrichtsmittelpalette im Jahre 1988 durch die Herausgabe des Handbuches “Realistische Wund- und Unfalldarstellung“, worauf auch heute noch viele Realistiker*innen gerne zurückgreifen. 
    Im Jahre 1994 wurde im DRK in der Bundesrepublik Deutschland damit begonnen, für die Ausbildung in Realistischer Unfalldarstellung bundeseinheitliche Ausbildungsunterlagen zu erstellen. Mit dem vorliegenden Leitfaden wird nun der erste Schritt dieser Etappe abgeschlossen. 

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